Rowac

Der Bauhaus-Werkstatthocker aus Chemnitz — 1888 gegründet, originalgetreu wiederaufgelegt, für die Ewigkeit gebaut.

Geformter Stahl · Erzgebirge · Industriedesign-Ikone · Museumskollektion · Made in Germany · Ergonomie-Pionier · Handwerk

Filter

Sortieren nach:

4 Produkte

New
Hocker "Naked Steel" – Stahl · 48 cm | ROWACHocker "Naked Steel" – Stahl · 48 cm | ROWAC
New
Hocker "Blueprint Edition" – Stahl · 48 cm | ROWACHocker "Blueprint Edition" – Stahl · 48 cm | ROWAC
New
Werkstatttuch – Halbleinen · 40 × 50 cm | ROWACWerkstatttuch – Halbleinen · 40 × 50 cm | ROWAC
New
Kunstdruck "Bauhaus Dessau 100" – 50 × 60 cm | ROWACKunstdruck "Bauhaus Dessau 100" – 50 × 60 cm | ROWAC

Rowac ist eine der ältesten Industriemöbelmarken Deutschlands — 1888 von Karl Robert Wagner in Chemnitz gegründet, 1946 enteignet und Jahrzehnte später originalgetreu wiederaufgelegt. Der Rowac-Schemel gilt als der erste industriell gefertigte Stahlhocker der Welt und stand in den Werkstätten und Klassenzimmern des Bauhauses in Weimar, Dessau und Berlin. Bei Charles & Marie findest Du die Neuauflage des legendären Schemels in zwei Editionen, dazu den Bauhaus-Kunstdruck und das originale Werkstatttuch.

Vier Produkte, eine Geschichte. Der Schemel „Naked Steel" (295 €) zeigt das reine Stahlgestell ohne Lackierung — jede Biegung, jede Kante sichtbar, industrielle Ästhetik pur. Der Schemel „Blueprint Edition" (295 €) interpretiert den Klassiker mit einer Farbgebung, die an technische Zeichnungen erinnert. Beide Hocker messen 48 cm Sitzhöhe und werden im Erzgebirge gefertigt — geformtes Stahlband, Vollholzsitz, Konstruktion wie 1909. Dazu der Kunstdruck „Bauhaus Dessau 100" (95 €) im Format 50 × 60 cm — ein Stück Designgeschichte für die Wand. Und das Werkstatttuch aus Halbleinen (19 €, 40 × 50 cm), das in keiner Werkstatt fehlen sollte.

Karl Robert Wagner war ausgebildeter Schlosser und gründete 1888 seine Eisenwarenfabrik in der Zschopauer Straße in Chemnitz — dem „Manchester Sachsens". Anfangs stellte er Fensterverschlüsse und Flaschenkästen her. 1909 präsentierte er auf der Leipziger Messe das Modell I: den weltweit ersten Hocker aus geformtem Stahlband. Die U-förmig gebogenen Beine, die L-förmigen Stützstreben und die robuste Rahmenkonstruktion machten den Schemel praktisch unzerstörbar. Walter Gropius wählte ihn 1926 für den Bauhaus-Neubau in Dessau — Rowac warb anschließend im Bauhaus-Prospekt: „Die bewährten Rowac-Schemel sind in allen Räumen des Bauhauses in Gebrauch!" Nach der Enteignung 1946 in der sowjetischen Besatzungszone endete die Produktion. Die wenigen erhaltenen Originale werden heute in Museen ausgestellt — im MAK Wien, im Industriemuseum Chemnitz, in der Stiftung Bauhaus Dessau und an der TU Delft.

Die Neuauflage folgt exakt der historischen Konstruktion: geformtes Stahlband (nicht geschweißt), Vollholzsitz auf geprägter Stahlplatte, halbkreisförmige Fußkappen zum Bodenschutz. Zwölf Biege- und Stanzwerkzeuge wurden eigens rekonstruiert, da weder technische Zeichnungen noch Originalwerkzeuge erhalten waren. Die gesamte Fertigung findet in einem Umkreis von 40 Kilometern im Erzgebirge statt — Made in Germany vom ersten Biegeschritt bis zum fertigen Hocker. Das Ergebnis ist ein Möbelstück, das in seiner Reduziertheit zeitlos wirkt: funktionalistisches Design, das nie als solches entworfen wurde, sondern aus der reinen Notwendigkeit der Fabrik entstand.

Manufactum verkauft seit den 1960er-Jahren einen namenlosen Schemel als „Hocker Chemnitz" (219 €) — gefertigt in Schwaben, pulverbeschichteter Stahl, Buchen- oder Eichensitz, belastbar bis 100 kg. Mit der historischen Rowac-Werkstatt hat dieses Produkt nichts zu tun: keine Markenrechte, keine rekonstruierten Werkzeuge, keine Fertigung am Originalstandort. Der Rowac-Schemel (295 €) ist die einzige autorisierte Neuauflage — Alide & Dieter Amick haben die Markenrechte erworben und die Produktion im Erzgebirge wiederaufgebaut, unweit der ursprünglichen Fabrik in der Zschopauer Straße in Chemnitz. Zwölf Biege- und Stanzwerkzeuge wurden eigens rekonstruiert. Der Vollholzsitz, die halbkreisförmigen Fußkappen und die gesamte Stahlband-Konstruktion folgen exakt dem Patent von 1909. Wer einen echten Rowac will, kauft das Original — nicht die schwäbische Kopie.

Was ist Rowac?

Rowac (Akronym für Robert Wagner Chemnitz) ist eine 1888 gegründete deutsche Industriemöbelmarke. Karl Robert Wagner erfand den Stahlschemel, der ab 1909 in Fabriken, Werkstätten und Schulen zum Einsatz kam — unter anderem im Bauhaus in Weimar, Dessau und Berlin. Nach der Enteignung 1946 wurde die Marke Jahrzehnte später wiederbelebt und produziert die Schemel heute originalgetreu im Erzgebirge.

Welche Rowac-Produkte gibt es bei Charles & Marie?

Bei Charles & Marie findest Du zwei Schemel-Editionen — den „Naked Steel" und die „Blueprint Edition" (je 295 €, 48 cm Sitzhöhe), den Kunstdruck „Bauhaus Dessau 100" (95 €, 50 × 60 cm) und ein Werkstatttuch aus Halbleinen (19 €, 40 × 50 cm).

Wo wird der Rowac-Schemel hergestellt?

Die Neuauflage wird vollständig in Deutschland gefertigt — im Erzgebirge, in einem Umkreis von 40 Kilometern. Zwölf Biege- und Stanzwerkzeuge wurden eigens rekonstruiert, da keine historischen Werkzeuge oder technischen Zeichnungen erhalten waren.

Ist der Rowac-Schemel ein Original oder eine Reproduktion?

Die heutigen Schemel sind originalgetreue Neuauflagen, keine Antiquitäten. Sie folgen exakt der historischen Konstruktion — geformtes Stahlband, Vollholzsitz, halbkreisförmige Fußkappen — und werden mit denselben Verfahren gefertigt wie die Originale von 1909. Historische Originale stehen in Museen und werden als Antiquitäten gehandelt.

Was hat der Rowac-Schemel mit dem Bauhaus zu tun?

Walter Gropius wählte den Rowac-Schemel 1926 für die Werkstätten und Klassenräume des Bauhaus-Neubaus in Dessau. Fotos aus dem Bauhaus-Archiv zeigen die Hocker in der Metallwerkstatt, der Webereiwerkstatt und bei der Bauhauskapelle. Originale aus dieser Zeit befinden sich heute im Archiv der Stiftung Bauhaus Dessau.

Eignet sich der Rowac-Schemel als Geschenk?

Für Design- und Architekturliebhaber ist der Schemel ein außergewöhnliches Geschenk mit Geschichte — ein Stück Industriedesign, das seit über 100 Jahren unverändert ist. Wer kleiner einsteigen möchte: Der Kunstdruck „Bauhaus Dessau 100" (95 €) und das Werkstatttuch (19 €) sind ebenfalls Geschenke mit Substanz.

Was ist der Unterschied zwischen Rowac und dem „Hocker Chemnitz" von Manufactum?

Der Manufactum-Hocker ist ein namenloser Nachbau aus Schwaben, der seit den 1960er-Jahren produziert wird — ohne Verbindung zur historischen Rowac-Werkstatt. Er kostet 219 € und ist bis 100 kg belastbar. Der Rowac-Schemel (295 €) ist die einzige autorisierte Neuauflage mit erworbenen Markenrechten, rekonstruierten Originalwerkzeugen und Fertigung im Erzgebirge nahe dem historischen Standort in Chemnitz.

Rowac bei Charles & Marie — Der Bauhaus-Werkstatthocker, originalgetreu im Erzgebirge gefertigt. Stahlschemel, Kunstdruck & Werkstatttuch.